Ubuntu – früher und heute (3)

Nun der dritte und letzte Teil meiner Ubuntu-Saga, falls das überhaupt noch jemand liest. 😀

Und April 2011 kam…

Ich saß wieder mal mit großer Angst vor meinem Monitor.
Ich konnte nicht glauben, was ich gerade tat. Aber es musste sein, sonst kommen keine Updates mehr rein.

Ich hätte bei Ubuntu 10.04 Pause machen sollen, doch wer konnte das schon ahnen?

Ich saß also eine halbe Stunde ungefähr tatenlos vor meinem Monitor, habe über alle Alternativen nachgedacht.
Gnome 2 wird doch beim Upgrade mit übernommen, oder?

Es war in den Ferien und ich hatte Zeit.
Zeit, die ich brauchte, um mich auf alles vorzubereiten.

Irgendwann fing ich einfach an.
Ich postete die ganze Zeit den aktuellen Fortschritt des Upgrades (einige können sich bestimmt noch an mein panisches Status-Posten erinnern).

Die Installation war irgendwann fertig – nun war alles zu spät.

Also startete ich neu und sah mir Unity an.
Ist ja nun nicht so übel.

Ich lag wieder falsch.
Es stellte sich als reinste Qual für mich heraus. Sofort wieder abgemeldet und geschaut, ob Gnome noch da ist.
Endlich hatte auch ich einmal Glück.

Schon vor langer Zeit hatte ich mir Compiz installiert, doch jetzt hatte ich erst die Fähigkeit, damit zu spielen.

Ich spielte also an meinem Gnome rum und es kam dabei etwas sehr – ähm – eigenes raus.
Ich hatte es irgendwie geschafft, den Unity Launcher in mein Gnome zu transportieren.
Nun überlappten sich aber die drei Panels, musste es also (nach einer ca. 2-wöchigen Testphase) irgendwie wieder rückgängig machen.
Das ging zum Glück gut.

Oktober 2011 – wieder ein neues Ubuntu, wieder Unity und – halt! – Gnome 3?!

Sollte es tatsächlich Einzug gefunden haben? Mein altes, vermisstes Gnome 3?

Doch diesmal hatte ich einfach keinen Bock auf ein Upgrade und dachte mir Das machst du später irgendwann… und es wurde später und später.
Bis ich Mitte November mein Gnome und mein Unity zerschossen hatte.

Ich wollte für Gnome 3 alles machen, also die Oneiric-Quellen zu Natty hinzugefügt und versucht, das neue Unity zu installieren, um zu sehen, was sich da geändert hat.

Dabei zerschoss ich Multitalent Unity (was ja nicht das Problem war), aber auch mein Gnome.

Also versucht, über die Launchpad-Quellen alles wieder zu richten.

Ich hatte zum Glück noch xfce installiert, sonst wäre das das nächste tote Ubuntu geworden.

Ich zerschoss mir mit dem Launchpad-Gnome 3 nun auch fast meinen Loginscreen durch gemischte Symbole.

Das Endprodukt war ein Loginscreen mit lila Hintergrund und Fallback-Symbolen, zwei kaputte Gnomes (bei Gnome 3 wurde auch ein Gnome Classic installiert, welches Gnome 2 als Fallback starten sollte. Dabei wurde Unity gestartet, welches kaputt war) und ein kaputtes Unity für sich.

Glücklicherweise konnte ich über xfce noch ein System-Upgrade machen auf Ubuntu 11.10, womit nun wieder alles funktioniert.

Nun schaute ich mir erstmals Gnome 3 seit 2 Jahren wieder an und – fuck, hat sich da viel getan!
Aber nicht im positiven Sinn.
Es wurde scheinbar alles auf Touch ausgelegt.
Ich hatte es anders in Erinnerung.
Wieder ein Ende für eine Desktop-Verwaltung auf meinem Desktop?

Tja, nun bin ich glücklicher xfce-Nutzer.

Um mal kurz die Entwicklung zusammenzufassen:

Gnome war früher simpel. Wollte man xfce, nahm man Xubuntu, …
Alle waren zufrieden.

Heute kriegt man die bisher größte Auswahl am Desktop Managern mit, trotzdem ist die Ubuntu-Gemeinde unwiederbringlich seit April 2011 gespalten.

Danke, Canonical…

6 Gedanken zu „Ubuntu – früher und heute (3)

  1. Kabarakh

    Ich bleib bei awesome, wer braucht schon ne Oberfläche wo man mit den Händen von der Tastatur runter muss? 😀

    Btw ich würd mal die Tabindizes überarbeiten, ich finds doof dass nach „Webseite“ erstmal die ganzen Smilies kommen, ich würd erwarten dass ich ins Text-Feld komm

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  2. Achtzig

    Ob besser oder nicht ist Geschmackssache. Ich persönlich finde Gnome2 sehr gut. Und nein, auch wenn ich viel mit der Konsole und Textoberflächen arbeite, möchte ich grafische Oberflächen nicht missen.

    Früher konnten wir uns sowas nicht auswählen und mußten rein textuell arbeiten. Dazu habe ich persönlich aber keine Lust mehr 😛

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