„How can you trust someone who doesn’t trust you?“

Long time, no see, eh? Anyway, ich habe mir überlegt mir wurde nahegelegt man hat mich dazu gedrängt, mal wieder einen Artikel zu veröffentlichen und hier sind wir nun.

Ich will an dieser Stelle mal ein doch recht ernstes und für mich auch aktuelles Thema ansprechen und habe mir überlegt, das Zitat im Titel des Artikels als Grundlage dessen zu nutzen (neulich mal in diesem Video aufgeschnappt, ging mir seitdem nicht mehr aus dem Kopf).

„Wie kannst du jemandem vertrauen, der dir nicht vertraut?“, wahlweise aber auch “ Wie kannst du jemandem vertrauen, der dein Vertrauen missbraucht?“ (diese Alternative fiel mir recht spontan ein, ich fand sie aber dennoch passend) – diese Fragen stelle ich mir bei einigen Menschen in meinem Umfeld in letzter Zeit doch öfter mal. Manchmal bin ich das Problem, manchmal die jeweils andere Person.

Fangen wir mal mit Fall 1 ein: ich bin das Problem. Ich wurde in der Vergangenheit von Menschen, denen ich glaubte, vertrauen zu können, schwer enttäuscht, was mich leider (oder zum Glück?) bis heute geprägt hat. Manche dieser Menschen waren langjährige Schulfreunde, andere waren doch eher neue Freunde, die ich aber aufgrund meiner grundsätzlich positiven Einstellung gegenüber Menschen zu schnell ins Herz geschlossen hatte. Seitdem gehe ich eher sorgsam damit um, wem ich was anvertraue. Ich wirke damit oft introvertiert, tatsächlich erzähle ich aber gern von meinem Leben – aber eben nur den Freunden, denen ich vertrauen kann, die sich mein Vertrauen also über längere Zeit hinweg verdient haben. Du weißt mehr über mich als andere? Glückwunsch, dir vertraue ich – vermutlich, weil du auch mir vertraust.

So weit, so gut. Damit gehen wir aber nahtlos zu Fall 2 über: die jeweils andere Partei ist das Problem. Sollte eine Person es mal so wir geschafft haben, dass ich ihr Sachen anvertraue, erhoffe ich mir von der Gegenseite nur eins: das, was ich dir im Vertrauen erzählt habe, habe ich nicht grundlos nicht via Twitter, sondern eben nur mit dir geteilt – behalt’s also für dich.
Solange du dich also an diese eine Bedingung hältst, können wir gut miteinander auskommen. Hältst du dich jedoch nicht daran, enttäuschst du mich und das Vertrauen ist dahin – verständlich, hmm?
Vielleicht Hoffentlich fühlen sich an dieser Stelle zwei Personen angesprochen. Und hoffentlich wissen diese dann ebenfalls, wieso.

Vertrauen ist ein kostbares Gut, wie Bananen in der DDR: du musst lang anstehen, aber es lohnt sich. Nur der Vertrauensbruch passt irgendwie nicht in den Bananen-Vergleich. Außerdem mag ich gar keine Bananen … ach, vergesst den Vergleich.
Vertrauen ist etwas, was man sich lange verdienen muss, man aber sehr viel schneller wieder loswerden kann.

Das war’s dann auch erstmal wieder von meiner Seite – genug sinnlos geschwafelt.

Tschö
Ditti

PS: Wer zählt, wie oft ich jegliche Variationen von „Vertrauen“ und „vertrauen“ verwendet habe, kriegt … naja … nix. Höchstens das offizielle Prädikat „gelangweilter Mensch“.

PPS: Mir fiel gerade auf, dass hier seit Monaten (tatsächlich seit fast einem Jahr) ein Artikelentwurf liegt. Mal schauen, was ich daraus noch mache.

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