Eier in der Hose wären was tolles. Oder: „Wie ich mal wieder an mir selbst zweifelte“

Ich bin ja nun nicht wirklich ein Mensch, der problemlos andere Menschen, die mir fremd sind, ansprechen kann. Könnte ich das, hätte ich vielleicht auch schon mal eine Freundin gehabt, doch dafür hab ich einfach nicht genug Eier in der Hose. Und das hab ich gestern erst wieder gemerkt.
Montag und Dienstag (und ein paar Tage zuvor, ich weiß aber nicht mehr genau, wann) bin ich mal mit dem Bus von der BA nach Hause gefahren (das habe ich der lieben DB zu verdanken, denn sobald der Zug von Glauchau nach Chemnitz auch nur 5 Minuten Verspätung hat, muss ich den Bus nehmen, weil ich sonst meinen Anschlusszug nicht kriege). Mir fiel wieder einmal das süße Mädel auf, das auch in dem Bus, zumindest ein Stück weit, mitfährt. Wie ich das nun mal so mache, hab ich mir ausgemalt, wie ich sie denn ansprechen könnte – so wie ich das eben bei jedem Mädel mache, was ich irgendwie interessant finde. Doch wieder einmal hab ich mir das alles umsonst zurechtgelegt, weil ich wieder einmal keinen Mut hatte, sie einfach mal anzusprechen.
Da mir am letzten Tag dann schon mehr der weniger komplett klar war, dass ich das eh nicht durchziehe, bin ich sogar das „Ich schreib ihr einen Zettel und steck ihn ihr zu“-Szenario durchgegangen – das so ziemlich armseligste Szenario, was man sich selbst aufdrücken kann, denn in dem Moment hat man dann eingesehen, dass man sich einfach nichts mehr traut und sich daran gewöhnt hat. Man will dagegen gar nichts mehr unternehmen.
Gestern war das dann aber so ziemlich die letzte Möglichkeit, sie irgendwie mal anzusprechen, weil ich nicht mehr wirklich vor habe, weiterhin die Öffentlichen zu verwenden. Ergo: ich habe mir überlegt, wie ich sie dennoch ansprechen kann. Einfach zum Bahnhof runter und ansprechen kommt bestimmt reichlich doof, weil total creepy. Zufällig in der Stadt treffen wird vermutlich nicht drin sein, weil ich nicht wirklich durch das „wunderschöne“ Glauchau laufe, wenn mir langweilig ist. Deswegen bin ich aktuell etwas ratlos, wie ich hier nun weiter vorgehen könnte. Wenn wer ein paar Vorschläge (bitte nur Vorschläge, die nicht dafür sorgen, dass sie oder jemand anderes die Polizei ruft) hat, dann immer her damit.

Ansonsten werde ich beim lokalen Supermarkt einfach mal ein paar Eier kaufen und schauen, ob das Ganze damit dann besser läuft. Genug erzählt. Man liest sich.

3 Gedanken zu „Eier in der Hose wären was tolles. Oder: „Wie ich mal wieder an mir selbst zweifelte“

  1. Achtzig

    Hühnereier in der Hose sind auch nicht das Wahre. Wenn sie kaputt gehen läuft es zwar, aber die Schale könnte in die Hoden pieken 😉

    Ist denn neben ihr der Platz immer besetzt? Oder wäre das zu aufdringlich, sich da einfach hinzusetzen?

    Meine Meinung kennst Du ja diesbezüglich. Lieber zehn Körbe einfangen als es nicht zu versuchen. Irgendwann bleibt eine hängen 😀

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    1. Ditti Beitragsautor

      Da war immer ein Platz frei, kommt nur irgendwo doof, wenn noch total viele Einzelplätze frei sind und ich mich neben sie setze. Zudem macht sich das noch doofer, weil ich nicht mehr mit dem Bus fahren. 😀

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  2. Der Moritz

    Der Eintrag ist ja schon ne Weile her und ich weiß nicht, wie sich das inzwischen so entwickelt hat. Aber du könntest ja zufällig nochmal mit dem Bus mitfahren und dann mal eine Frage zu der Gegend stellen, in der sie aussteigt.
    Kannst ja sowas fragen wie: „Entschuldige, ähm, weißt du, ob es da hinten nach [Ort in der Nähe, der dir namentlich, aber nicht örtlich bekannt ist] geht?“ Liefere dann nach eine gültige Erklärung, wewegen du das fragst, zum Beispiel: „Einer aus meinem Studiengang ist von dort.“ Aber nicht zu viel erklären. Naja, dann ist der Kontakt aufgebaut und du kannst dich namentlich vorstellen.
    Ist vllt etwas dürftig, ich bin da auch recht schüchtern und nicht so gut drin, aber immerhin was. Du kannst sie aber auch auf ihr Handy-Modell („Entschuldige, ist das [Handymodell]? Kannst du das empfehlen?“) oder so ansprechen. 🙂

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